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"Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr"- dieses Leitmotiv hatte Ernst Riess sehr verinnerlicht und so stand über Jahrzehnte in den ersten Reihen der Freiwilligen Feuerwehr. Er war von 1991 bis 1996 stellvertretender Gesamtkommandant und Abteilungskommandant. Noch am 1. Mai beteiligte er sich an der Radtour seiner Feuerwehrkameraden an den Kaiserstuhl.
Auch die Fasnet lag ihm im Blut. Als Staufener Urgewächs gehörte er seit 1957 der Schelmenzunft an, die ihn in den Rang eines Zunftrates erhob. Auch auf der Bühne entfaltete er komödiantisches Talent und brachte den Saal mit seinem Ulk und närrischen Einfällen zum Lachen. Eine Begabung, die er auch an seine Söhne weitergab. Als die Fasnet in die Belchenhalle verlegt wurde, unterstützte er die Zunft zugleich als "Festwirt".
Der gelernte Steinmetz war aber auch mit Herz und Seele Hausmeister am Faust-Gymnasium. Von 1968 bis zu seiner Pensionierung 1999 sah er viele Schülergenerationen kommen und gehen. Bei der Schulleitung, dem Lehrerkollegium, bei den Eltern und natürlich bei den Schülern war er der Inbegriff eines hilfsbereiten Menschen, den auch in der Hektik des Alltags nichts so schnell aus der Ruhe bringen konnte. Durch seinen Beruf war er immer auch eng der Staufener Musikwoche verbunden. Bürgermeister Michael Benitz kondolierte der Familie und bekundete seine hohe Wertschätzung für einen Mitbürger, der in der Fauststadt eine große Lücke hinterlässt.
Ernst Riess wird morgen, Freitag, 7. März, um 14 Uhr auf dem Staufener Friedhof beigesetzt.
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