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Deutsche Erstaufführung der "Misa a Buenos Aires" durch den Staufener Faust-Chor
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STAUFEN. Auf ein außergewöhnliches Konzert bereitet sich derzeit der Faust-Chor Staufen unter Leitung von Peter Koderisch vor. Der Schüler-Eltern-Lehrer-Chor des Faust-Gymnasiums Staufen erarbeitet die "Misa a Buenos Aires" des jungen argentinischen Komponisten Martin Palmeri aus dem Jahr 1996. Die Messe ist erst wenige Male aufgeführt worden und in Deutschland jetzt hier zum ersten Mal zu hören. Der liturgische Messetext erklingt hier in einer kunstvollen und bewegenden Verbindung der Tangomusik nach dem Vorbild von Astor Piazzollas Tango Nuevo mit ihrem großen Pathos und Stilmitteln der traditionellen Messkompositionen seit Johann Sebastian Bach, wie zum Beispiel in der großen Chordoppelfuge des Kyrie eindrucksvoll zu hören ist. Ausführende sind neben dem 120-köpfigen Chor die camerata academica, ein junges Orchester aus Freiburg, das sich seit seiner Gründung 1997 schnell einen Namen gemacht hat; die Mezzosopranistin Daniela von Zastrow; am Klavier Michael Poliatskin sowie am Bandoneon Wolfgang Weniger, der in der süddeutschen Tangoszene schon lange bekannt ist. Die Leitung hat Peter Koderisch, dem es gelungen ist, über eine in Freiburg lebende Argentinierin in Kontakt zum Komponisten zu kommen und so diese Musik zum ersten Mal in Deutschland zur Aufführung zu bringen. Nicht weniger außergewöhnlich ist das zweite Werk des Konzertabends: Die camerata academica unter Leitung ihres Dirigenten Manuel Nawri begleitet den international berühmten Violinisten Koh-Gabriel Kameda in Astor Piazzollas "Vier Jahreszeiten" (Cuatro Estaciones Portenas). Das Konzert für Violine und Orchester beschreibt in Anlehnung an Vivaldis beliebte Komposition "Le Quattro Stagioni" die Jahreszeiten in Buenos Aires. Piazzolla verknüpft darin die ursprünglich aus den verrufenen Hafenvierteln von Buenos Aires stammende emotionale Tanzmusik mit Elementen des Jazz und des traditionellen Violinkonzertes zu seiner unverwechselbaren und faszinierenden Tangomusik, aus der hier immer wieder Motive von Vivaldi hervorbrechen. Dass für dieses Werk Koh-Gabriel Kameda als Solist gewonnen werden konnte, ist für alle Ausführenden eine besondere Freude und Ehre. Er wird auf einer Violine von Antonius Stradivarius aus dem Jahre 1727 spielen. Ein zusätzliches "Bonbon" dieses besonderen Konzertabends: der kanadische Geiger Oleg Pokhanovsky. Ebenfalls begleitet von der camerata academica spielt er die mitreißende Carmen-Fantasie von Franz Waxman. |