 | |
Schüler und Schülerinnen des Faust-Gymnasiums Staufen demonstrierten eindrucksvoll ihr Können an der neuen Kletterwand. FOTO: INGEBORG GRZIWA |
STAUFEN. Mit einer kleinen Feier wurde in der Sporthalle des Faust-Gymnasiums Staufen die neue Kletterwand, die bereits seit Beginn des Schuljahres zu Unterrichtszwecken genutzt wird, offiziell ihrer Bestimmung übergeben. "Sie ist eine absolute Gemeinschaftsleistung und hat Modellcharakter", betonte Schulleiter Hans-Joachim Kraus und dankte allen, die in der dreijährigen Planungs- und viermonatigen Bauzeit dazu beigetragen haben.
Klettern ist seit dem laufenden Schuljahr im Lehrplan für die 5. und 6. Klassen vorgesehen, daneben gibt es eine Kletter-AG, die für die 7. und 8. Klassen ausgeschrieben wurde und von den Lehrern Ursula Greulich und Lothar Reiling geleitet wird. Die 18 Teilnehmer dieser Kletter-AG demonstrierten gleich eindrucksvoll ihr Können.
Die von Martin Zeller, Geschäftsführer der Firma Vertikal GmbH, konzipierte Kletterwand wirkt imposant. Die Wand - sieben Meter hoch, acht Meter breit - hat unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade mit Überhängen. Daneben ist die Struktur der Oberfläche felsidentisch und wurde im Naturabformverfahren hergestellt. Die Kosten in Höhe von 45 000 Euro wurden zu 90 Prozent mit Bundesmitteln aus der Initiative für zukünftige Bildung und Betreuung (IZBB), eine Förderung für sportliche Ergänzungsprogramme an Schulen, bestritten, die übrigen zehn Prozent wurden vom Schulträger, dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald übernommen. Maßgeblich an dem Projekt beteiligt haben sich tatkräftig die Eltern und mit ideeller und finanzieller Unterstützung der Förderverein des Faust-Gymnasiums, der zum Beispiel die Anschaffungskosten der unverzichtbaren Sicherungsgurte übernommen hat. Wenn die Schülerinnen und Schüler der Kletter-AG wieselflink die Wand raufklettern und dabei ganz locker den schwersten Überhang meistern, sieht das einfacher aus als es tatsächlich ist.
|
|
Aber es habe lange Zeit gebraucht, um ihnen beizubringen, dass es hier auf Disziplin ankommt, erläuterte Lehrer Lothar Reiling. Die Kletterer mussten zuerst lernen, Verantwortung für den anderen zu übernehmen und Vertrauen zu geben. Denn beim Klettern steht die Sicherung an erster Stelle. Noch betreuen er und seine Kollegin Ursula Greulich allein die Kletter-AG, aber sechs weitere Kollegen nehmen derzeit noch an entsprechenden Fortbildungen teil, so dass dann insgesamt acht Lehrkräfte Kletterunterricht erteilen können. Das Interesse bei den Schülern sei jedenfalls groß, versichert Reiling.
|