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Bereits 2005 startete der Verein eine Spendenaktion mit Konzerten des Sängers Mario Casartelli aus Paraguay. Mit diesen Spenden und der Unterstützung der Oberle Stiftung wurde der Anbau begonnen, der erste Klassenraum wird in Kürze fertig gestellt sein. Die Spende aus dem Faust-Gymnasium deckt gut die Hälfte der Kosten für den 2. Raum.
Auch die Bevölkerung der Gegend beteiligt sich an dem Projekt. Die Arbeiter sind unentgeltlich an dem Bau tätig, um ihren Kindern eine bessere Ausbildung zu ermöglichen. “Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten und so die Eigeninitiative der Menschen zu fördern, ist ein Prinzip der Vereinsarbeit” , erläutert der Vorsitzende Bernd Immen.
Erfolgreich sei auch die Suche nach Paten gewesen. Über den Verein erhalten inzwischen 17 Kinder monatliche Unterstützung für Schulgeld, Material- oder Fahrkosten in Höhe von 10 bis 45 Euro. Ana Estigarribia sorgt vor Ort dafür, dass dabei genau abgerechnet und die Fortschritte der Schüler begleitet werden. Die Sozialpädagogikstudentin besucht alle Kinder und Familien regelmäßig und zahlt die Schulkosten direkt an die Schulen. Sie beurteilt auch vor der Vermittlung einer Patenschaft die Situation und Bedürfnisse des Einzelfalls.
Die Gesellschaft Staufen-Paraguay sucht allerdings noch weitere Paten, unter anderem auch für eine junge Frau aus Maracaná, der in Asuncion der Besuch eines Gymnasiums ermöglicht werden soll.
“In Paraguay sind Frauen normalerweise weniger gut gestellt, obgleich sie die Gesellschaft im Wesentlichen versorgen” , erläutert Bernd Immen. In Maracaná hätten Mädchen jedoch gute Chancen, an Bildung teilzunehmen. Die 16-jährige Sonia hat in Maracaná ihre 9-jährige Schulausbildung als Klassenbeste abgeschlossen und möchte in Asuncion ein Gymnasium mit kaufmännischem Schwerpunkt besuchen. Für Wohn- und Schulkosten wären 40 Euro monatlich für voraussichtlich 3 Jahre notwendig, so Immen. Eine geeignete Schule und Wohnmöglichkeit seien bereits gefunden.
Auf Unterstützung hoffen auch weitere Anwärter, darunter Kindergartenkinder wie auch Studentinnen, denen ihre Ausbildung mit der Übernahme einer Patenschaft von manchmal nur wenigen Jahren eine Entwicklungschance eröffnen kann, die sie ohne Hilfe nie bekommen werden.Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 5500 Euro für Patenkinder und den Schulbau nach Paraguay weitergegeben. Die Verwaltungskosten habe man dank der Mitarbeit und Beiträge der 30 Vereinsmitglieder gering halten können, betont Immen. Im Februar werde ein Mitglied des Vorstands im Zusammenhang mit seinem Studium privat nach Paraguay reisen, Projekte und Patenkinder besuchen und in einer Informationsveranstaltung davon berichten.
Kontakt: Gesellschaft Staufen-Paraguay, Vorsitzender Bernd Immen, 07663/801966, E-Mail: bernd@immen.de
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