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Anja Eifler berichtet bei der Mitgliederversammlung über ihr Praktikum in Maracaná
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| STAUFEN (BZ). Bei der Mitgliederversammlung der Gesellschaft Staufen-Paraguay berichtete der Vorsitzende Bernd Immen über seine Reisen nach Paraguay. Er und seine Frau Dina besuchten alle Patenkinder, die Projekte, bereiteten den Aufenthalt der Praktikantinnen vor und nahmen künftige Aktivitäten in Augenschein. |
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Im Schulbauprojekt Maracaná sind zwei Klassenräume fertig gestellt und der dritte befindet sich im Bau. Im Rahmen des Solarprojekts mit BUS Freiburg wurde bereits ein Solarofen zu der Schule gebracht, im Laufe eines Jahres soll die Radiostation auf Solarenergie umgerüstet werden, so Immen. Weiter berichtete der Vorsitzende über die Vereinsarbeit, um Mitglieder und Paten zu werben und über das Land Paraguay zu informieren. Der stellvertretende Vorsitzende Maurice Müller sprach über sein medizinisches Praktikum in Asuncion und seine Erfahrungen, in einem Land der Dritten Welt zu leben, wenn man krank oder verletzt ist. Wie Vorstandsmitglied Dina Martinez Immen berichtete, werden zur Zeit 29 Patenkinder unterstützt, davon 21 Mädchen unterschiedlichen Alters. Neben 24 Schulkindern erhalten fünf Jugendliche Unterstützung zur Berufsausbildung, zum Beispiel Drucker mit technischem Abitur, Krankenschwester oder Näherin. Sehr erfreulich sieht der Kassenbericht von Stefanie Becker aus: Der Schulbau ist mit Unterstützung des Weihnachtsbasars des Faust-Gymnasiums und der Oberle-Stiftung komplett finanziert. Für die Patenkinder wurden insgesamt 7500 Euro ausgegeben. Die vielen ehrenamtlichen Helfer sowohl hier als auch in Paraguay hielten die Verwaltungskosten weiter sehr gering. Der Kassenprüfer Lars Klauke rechnete vor, was mit den weitergegebenen 12 800 Euro in einem Land wie Paraguay alles bewirkt werden könne. Alle Regularien wurden abgeschlossen und der Vorstand mit der Wahl von Marlies Holthaus komplettiert. Höhepunkt war der Erfahrungsbericht von Anja Eifler, die nach ihrem Abitur im vergangenen Sommer für sechs Monate in Maracaná war — einer Dorfgemeinschaft von Kleinbauern, die jeweils ein eigenes Stück Land besitzen. In der von dem Verein unterstützen Schule gab sie Deutsch- und Malunterricht. Sie wurde oft davon überrascht, wie unterschiedlich die Kulturen sind. Vor allem haben die Menschen in Maracaná viel mehr Zeit und oft trifft man sich spontan, um Tereré, ein kaltes Mategetränk gemeinsam zu genießen. Bedingt durch die Hitze wird alles viel langsamer gemacht und jeder wird von der Gelassenheit und Freundlichkeit der Menschen dort angesteckt. Da erschüttert auch der nahezu tägliche Stromausfall die Gemüter nicht sehr. Die Menschen legen viel Wert auf familiären Zusammenhalt. Es gibt wenig Angebote an Unterhaltung von außen, sodass der Kontakt zu anderen Menschen einen hohen Stellenwert einnimmt. Beeindruckt war Anja Eifler auch von der Natur mit ihren intensiven Farben und Gerüchen, die Vielfalt an frischem Obst, Schmetterlingsschwärmen und dichtem Urwald. Auf Anfrage wird sie ihren Bericht gerne weiteren Interessierten vorstellen. Zur Zeit ist noch Nora Bopp in Maracaná. Sie wird dort ein Jahr verbringen. Auch ihre Berichte lassen erkennen, dass der Aufenthalt in der fremden Umgebung ihr viel bedeutet. Der Verein kann sich vorstellen, weitere Interessierte, die einen freiwilligen Einsatz leisten möchten, nach Paraguay zu schicken. Info: Gesellschaft Staufen-Paraguay, 07633-801966 oder bernd@immen.de |