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Abi-Lied: Die Prüflinge des Staufener Faust-Gymnasiums nehmen beim Abitursball musikalisch Abschied von der Schulzeit. (FOTO: MIRIAM DIPPE)
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STAUFEN. Das Motto der diesjährigen Abiturienten lag auf der Hand: "Abi 007 — Mit der Lizenz zur Intelligenz" . Dass die 69 Prüflinge dieses Motto wahr gemacht haben, zeigte sich bei der Zeugnisübergabe: Mit Stolz konnte Schulleiter Hans-Joachim Kraus im Rahmen einer kleinen Feier verkünden, dass der Abitursdurchschnitt am Faust-Gymnasium mit 2,2 erneut besser als der Landesdurchschnitt ist. 17 Prüflinge haben ein Einser-Abitur abgelegt, zwei davon haben den Durchschnitt 1,0.
Vor der Zeugnisübergabe fand in der evangelischen Kirche ein ökumenischer Gottesdienst zum Thema "Auf neuen Wegen" statt. Eine Schülergruppe gestaltete den Gottesdienst auf sehr ansprechende Weise mit Musik und Texten. Die anschließende Feier in der Schule mit Eltern, Lehrern und Schülern anlässlich der Zeugnisübergabe fand zum ersten Mal in dieser Form statt. Die "letzte Schulveranstaltung für die Abiturienten" , wie Oberstufenberater Bernhard Meyer es nannte, hatte einen neuen, feierlichen Rahmen.
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Eingestimmt durch Barockmusik des virtuosen "Ensemble Raccontando" (Leitung: Kerstin Bögner) wies Bernhard Meyer darauf hin, dass 2007 ein kleiner Jahrgang das Abitur ablegte. 2008 verdopple sich die Zahl der Abiturienten am Faust-Gymnasium; und 2011 werden es nahezu 280 Prüflinge sein. Die Abiturienten dieses Jahres waren Pioniere: Sie waren die Ersten, die nur eine mündliche Prüfung ablegen mussten. Scheffel-Preisträgerin Heidi Potts erläuterte in ihrer humorvollen Rede später, dass die Schüler auch in anderen Fällen, manchmal zu ihrem Leidwesen, Vorreiter waren, beispielsweise beim Lernen der immer wieder geänderten Rechtschreibregeln.
Hans-Joachim Kraus würdigte das große Engagement der Schüler während ihrer ganzen Schulzeit in vielen Bereichen wie Theater, Musik, Jahrbuchredaktion, Austausche und SMV. Er unterstrich die besondere Kreativität der Jahrgangsstufe. Bei allen Glanzleistungen im Abitur dürfe nicht vergessen werden, dass dies die Ernte der Früchte sei, deren Wurzeln in der Unterstufe, deren Wachsen und Gedeihen in Mittel- und Oberstufe gehegt und gepflegt wurde. Daran schloss sich sein Dank an alle Lehrer, speziell die Tutoren der Stufe, und an die Eltern für ihr Engagement und ihre Unterstützung an. Ratschläge auf den Weg zu geben, sei in der heutigen Zeit kaum mehr möglich, jedoch vertraue er darauf, dass die Schüler mit den am Faust-Gymnasium erworbenen sozialen Kompetenzen und mit ihrer Fähigkeit zu selbstständigem Denken ihren Weg finden. Er schloss seine Rede mit einem Zitat aus Frank McCourts Roman "Die Asche meiner Mutter" : "Ihr mögt arm sein, eure Schuhe mögen kaputt sein, aber euer Kopf ist ein Palast."
Weitere musikalische Umrahmung durch die "FauSTimmen" und die Jazzcombo sowie das Schlusswort der stellvertretenden Schulleiterin Claudia Schulz-Plaat rundeten die Feier ab. Die Schüler erhielten zahlreiche Preise für besondere Leistungen in verschiedenen Fächern. Außerdem bekamen sie Urkunden für ihr Engagement in Teams und AGs. Ursula Bartknecht übergab als Vorstandsmitglied des Förderkreises zahlreiche Buchpreise. Der Förderkreis hat die Abiturienten als Fünftklässler mit Kuchen begrüßt, mit finanzieller Unterstützung bei vielen Fahrten, Schüleraustauschen und den Arbeitsgemeinschaften begleitet. Mit dem abschließenden Stehempfang nach der Feier entlässt er die Schüler nun ins Leben.
Mit festlichem Sektempfang, Einmarsch in Abendkleid und Anzug und einem anschließenden Walzer begann der Abiturientenball am nächsten Abend. Die Moderatoren Laura Koberski und Andreas Mölder begrüßten alle Gäste und eröffneten das Büfett. Nachdem am Vortag die Schüler für ihre Leistungen ausgezeichnet worden waren, drehten sie nun den Spieß um und verliehen ihren Lehrern Bond-Awards. In verschiedenen Kategorien wurde aus drei Nominierten der Sieger gekürt. Der Abi-Film sowie der Auftritt der Abi-Band schlossen den festlichen Teil ab. Danach feierten Schüler und Ehemalige noch bis in die Morgenstunden "mit der Lizenz zur Intelligenz" das bestandene Abitur.
Miriam Dippe/Daniela Muthesius
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