aus der Badischen Zeitung vom Mittwoch, 25. Juli 2007

Neue Chance für Latein
Erleichterung bei den Eltern

STAUFEN (mad). An den Gymnasien entlang des Rheins müssen die Schüler nicht mehr Französisch als erste Pflichtfremdsprache lernen. Im Staufener Faust-Gymnasium ist man erleichtert, dass der Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Mannheim gestern die Rechtsverordnung des Kultusministeriums ausgesetzt hat.

Schulleiter Hans-Joachim Kraus zeigt sich erleichtert, dass sich der VHG am Wohl der Kinder orientiert habe, die nun wieder nach ihren Begabungen gefördert werden könnten. Als Erfolg wertet es Kraus, dass nun die lange Tradition des Lateinunterrichts am Faust-Gymnasium fortleben könne — und zwar "in friedlicher Koexistenz zu Französisch".

Das Faust-Gymnasium bittet nun alle Eltern, die ihr Kind für das neue Schuljahr angemeldet haben, dem Sekretariat bis Freitag, 27. Juli, mitzuteilen, wenn die Sprachenfolge geändert werden soll. Das Sekretariat ist von 9 bis 13 besetzt.

Sommerferien wird es für die Schulverwaltung erst einmal keine geben. Die organisatorischen Planungen für das nächste Schuljahr waren so gut wie abgeschlossen. Alle Planungen zur Lehrerversorgung gingen bisher von Französisch als erster Fremdsprache aus. Über die Zahl der benötigten Englischlehrer werde es laut Kraus erst Klarheit geben, wenn die Eltern für ihre Kinder umgewählt haben. Groß sei indes die Frustration bei jenen Lehrerinnen und Lehrern, die viel Zeit und Arbeit investiert hätten, um den Übergang von Französisch in der Grundschule zum Gymnasium möglichst reibungslos zu gestalten.


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