faust gymnasium

Von Gefängnisinseln und Oktopussen

Rückbesuch in Marseille

Rückbesuch in Marseille 29.04.2026-06.05.2026

Ende April fand für unsere kleine Gruppe der Rückbesuch in Marseille statt. Wir wurden am Dienstag den 28.4. um 8.30 Uhr an den Bahnhof von Mulhouse gefahren und nahmen von dort den TGV Richtung Marseille. Nach 5 Stunden und einer kurzen U-Bahn-Fahrt wurden wir von Herrn Kratz und Hanni Dexheimer an das Lyceé Périer geführt. Dort trafen wir unsere Austauschpartner/innen und verbrachten den ersten Abend gemütlich mit unseren Gastfamilien.

Am Mittwochmorgen bekamen wir von fünf Austauschschüler/innen eine Führung durch die für uns sehr große Schule. Nach dem gemeinsamen Mittagessen in der Kantine liefen wir auf den kleinen „Hausberg“ Marseilles, wo wir die „Notre Dame de la Garde“ besichtigten. Anschließend trafen wir Schüler uns am Strand und verbrachten den ersten Nachmittag/Abend sehr schön mit Baden, Volleyball spielen und nach sehr sehr langem Warten auch mit Pizza essen.

Am folgenden Tag hatten wir die Gelegenheit, eine Grundschule zu besuchen und dort auch gleich eine Unterrichtsstunde zu halten. Wir dachten uns verschiedene deutsch-französische Lernspiele aus, weil wir auch Werbung fürs Erlernen der deutschen Sprache machen sollten. Danach machten wir eine Bootsfahrt zu den friaulischen Inseln „Iles de Frioul“: Nachdem wir am späten Vormittag vom „Vieux Port“ (Alter Hafen) abgelegt hatten, besuchten wir erst die vorgelagerte Gefängnisinsel „Chateau d’If“ und legten nach einer weiteren sehr kurzen Fahrt am größeren Inselpaar an. Dort machten wir eine Wanderung und ein paar von uns wagten sich sogar in das recht kalte Wasser.

Am 1. Mai bot Herr Kratz trotz Feiertag einen Besuch in seinem Wohnort „Sanary-sur-Mer“ an. Nach einem Spaziergang auf dem Philosophenweg und einem gemeinsamen Picknick badeten einige von uns, wenn auch geschockt von einem sich um die Beine schlingenden Oktopus. Die Abende nach den offiziellen Ausflügen verbrachten wir meist getrennt, jedoch gelang manchmal auch ein gemeinsames Treffen am Strand oder bei jemandem zuhause.

Das Wochenende erlebten wir teils in unseren Familien, teils jedoch mit der ganzen Gruppe im Shopping-Center oder bei einer Austauschpartnerin zuhause.

Am Montag konnten wir einen ganz normalen Schultag der Franzosen mitbekommen. Wir begleiteten diese in den Unterricht und bekamen so einen Eindruck vom „schon ein bisschen anderen“ Schulsystem/Unterricht.

Am nächsten Tag trafen wir uns um 8 Uhr in der Schule, fuhren aber wegen des vorhergesagten Regens (der nicht kam) erst um 9 Uhr mit dem Bus Richtung Calanques los. Nach einer kleinen Wanderung auf einen Aussichtspunkt konnten wir in einer der vielen mit türkisblauem Wasser gefüllten Buchten baden. Dieser Ausflug war nochmal ein Höhepunkt unserer Reise. Am Abend waren wir alle noch bowlen, was ein sehr schöner Abschluss war.

Am letzten Tag besichtigten wir Deutschen morgens noch eine Nachstellung einer Höhle in den Calanques, der „Grotte Cosquer“. Wir trafen die Franzosen um die Mittagszeit herum wieder in der Schule. Nach einem schönen gemeinsamen Picknick im Schulhof begleiteten uns die Franzosen zum Hauptbahnhof. Unser TGV hatte zwar eine Stunde Verspätung, jedoch trafen wir um 22 Uhr wieder im (nach unserem Gefühl) kalten Mulhouse ein.

Insgesamt war der Austausch eine sehr tolle Erfahrung und für uns Deutsche auch ein Stück Urlaub am Meer. Alle Austauschpartner/innen haben sich gut um uns gekümmert, und wir haben uns alle wohlgefühlt. Noch einmal ein sehr großes Dankeschön an Frau Zürn und Frau Dürr (und auch an Herrn Kratz und Frau Dexheimer) für die wundervolle Planung und das große Engagement!