Am 12. Juni trafen sich zwei 9. Klassen des Faust-Gymnasiums Staufen und des Collège René Cassin in Cernay zu einem besonderen deutsch-französischen Kunstprojekt. Im Mittelpunkt stand die Auseinandersetzung mit dem Thema „Befreiung vom Nationalsozialismus“.
Nach einer intensiven Vorbereitung im Unterricht entwickelten die Jugendlichen in gemischten deutsch-französischen Gruppen eigene Street-Art-Kunstwerke. Dabei entstanden eindrucksvolle Motive und Botschaften, die für Frieden, Verständigung und Zusammenhalt werben. Begleitet wurden die Schülerinnen und Schüler vom Pariser Künstler Florian Arcaro, der ihnen verschiedene Street-Art-Techniken näherbrachte und sie bei der Umsetzung ihrer Ideen unterstützte. Schnell zeigte sich, wie kreativ die Jugendlichen über Sprach- und Ländergrenzen hinweg zusammenarbeiteten. Die entstandenen Werke tragen Botschaften wie „Unis pour la paix“ („Vereint für den Frieden“) und werden im Juli und August im Mémorial Natzweiler-Struthof ausgestellt. Darüber hinaus sind Präsentationen beim Deutsch-Französischen Fest im Staufener Schlossgarten sowie beim „Langen Nachmittag der Demokratie“ geplant.
Das Projekt bot den Jugendlichen nicht nur die Möglichkeit, ihre künstlerischen Fähigkeiten zu entfalten, sondern auch neue Freundschaften zu knüpfen und europäische Werte wie Frieden, Demokratie und gegenseitigen Respekt unmittelbar zu erleben. Ermöglicht wurde die Begegnung durch einen Förderzuschuss im Rahmen des Programms „Schülerbegegnungen am Oberrhein“ des Regierungspräsidiums Freiburg.